Fo.KUS Konsum, Umwelt & Soziales

 

Welt im Wandel - Schutz der Lebensgrundlagen

Der Verbrauch der natürlichen Ressourcen durch den Menschen verursacht ernsthafte Schäden. Das Klima ändert sich; Trinkwasserreserven, Wälder und Fischbestände schrumpfen, Boden wird zerstört, viele Arten sterben aus.

Heute konsumiert die Weltwirtschaft  60 Milliarden Tonnen Rohstoffe jährlich, rund 50 Prozent mehr als noch vor 30 Jahren. Seit Mitte der 1970er Jahre leben die Menschen im Durchschnitt auf zu großem Fuß: Im globalen Durchschnitt verbraucht die Weltwirtschaft Jahr für Jahr mehr Ressourcen, als die Natur erneuern kann, zurzeit den Gegenwert von jährlich 1,2 Planeten.

Dies führt nicht nur zu Umweltproblemen, sondern ist auch mit sozialen Problemen, wie etwa Menschenrechtsverletzungen oder schlechten Arbeitsbedingungen verbunden. Am stärksten zeigt sich dies in Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens mit niedrigen Sozial- und Umweltstandards.

Nordamerikaner und Europäer konsumieren bis zu zehnmal mehr Naturressourcen als die Bewohner der ärmsten Länder. Europas Konsumenten profitieren vom Ressourcentransfer aus armen Ländern, das Welthandelssystem unterstützt diese Ungleichheiten in der Ressourcennutzung. Obwohl die Ressourceneffizienz steigt, wächst der globale Naturverbrauch, weil unser Konsum schneller zunimmt als die Effizienzgewinne in der Wirtschaft.

Schritte zur Zukunftsfähigkeit

Wenn wir eine ökologisch nachhaltige und sozial gerechtere Welt wollen, so ein Bericht von Friends of the Earth (FoE) Europe, müssen Regionen mit einem hohen Pro-Kopf-Verbrauch wie Europa ihren Ressourcenverbrauch deutlich reduzieren, damit ärmere Regionen die Armut verringern und die Lebensqualität verbessern können.

Schon kurzfristige Maßnahmen können die Entwicklung in die richtige Richtung lenken. Dazu gehören:
  • Schritte, die ressourceneffizientes Verhalten belohnen, indem sie natürliche Ressourcen verteuern.
  • Notwendig ist auch die Steigerung der Ressourceneffizienz in Unternehmen,
  • verstärktes Recycling wichtiger Rohstoffe, und die
  • Information von KonsumentInnen, wie sie Ressourcen- und Energieverbräuche verringern können.
Mittelfristig aber geht es, so die Umweltorganisation, um Entwicklungswege für die reichen Länder, die das Wohlbefinden und nicht wachsenden Konsum in den Mittelpunkt stellen.

Big Points: Priorität Klimaschutz

"Viel Kleines gibt ein Großes" - oder führt dazu, sich zu verzetteln. Wir setzen darauf, Prioritäten - die Big Points im Umweltschutz - sichtbar zu machen. Eine erstrangige Aufgabe ist in diesem Sinne der Klimaschutz. Verbraucher können hier sowohl im Konsumverhalten als auch durch ein ethisches Bekenntnis tätig werden: die Initiative rund um den Berliner Appell zeigt auf, wie das geht.




Forschung und Kommunikation für Konsum, Umwelt & Soziales (Fo.KUS) e.V.