Fo.KUS Konsum, Umwelt & Soziales

 

Label: Bauen, Heimwerkern & Renovieren

Baumarkt-Sortimente füllen dicke Kataloge mit diversen Waren, von der Farbe über den Dämmstoff bis zum Bodenbelag. Intelligent einzukaufen heißt hier: Belastungen für die Gesundheit vermeiden, Potenziale für den Klimaschutz ausschöpfen, die Umwelt nicht sinnlos mit Chemieprodukten belasten. Teils geben auch hier Gütesiegel eine zuverlässige Orientierung, teils liegt der Umweltnutzen in der Art des Produktes, wie etwa bei der Regenwassernutzung. Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen bieten eine gute Grundlage für gesundes und umweltgerechtes Wohnen.


FSC, Euroblume, Blauer Engel, natureplus

Das „FSC“-Zeichen des Forest Stewardship Council kennzeichnet Holz- und Holzprodukte aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Grundlage ist die Einhaltung von zehn Prinzipien, die u.a. Umweltaspekte, Rechte von Ureinwohnern sowie Maßnahmen zum Erhalt der Urwälder berücksichtigen. Massivholz muss mindestens 70%, andere Produkte mindestens 30% zertifiziertes Holz enthalten. Holz wird z. T. auch mit dem PEFC-Label gekennzeichnet, das als schwächer als FSC gilt.

Eine Reihe von Baumarkt-Artikeln trägt das offizielle „Europäische Umweltzeichen“ der Europäischen Union. Zu diesen Produkten gehören Farben und Bodenbeläge. Der „Blaue Engel“ des Umweltbundesamtes kennzeichnet Produkte, die sich in ausgewählten Eigenschaften ökologisch gegenüber ihren Mitbewerbern deutlich hervorheben. Hierzu zählen auch Baumarktprodukte, etwa lösemittelfreie Farben oder Tapeten.

Das Label „natureplus“ zeichnet Bauprodukte mit hohen Anforderungen an umwelt-, gesundheitsverträgliche und gebrauchstaugliche Qualitäten aus. Voraussetzungen für die Vergabe sind z.B. die Betrachtung des Produkt-Lebenswegs von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung, strenge Schadstoffgrenzwerte und eine Deklaration sämtlicher Inhaltsstoffe.

fsc    europäisches umweltzeichen    blauer engel    nature plus


Produktempfehlungen im Baumarktbereich: Die Bestenlisten von ecotopten enthalten auch energieeffiziente Fertighäuser. Die zu Grunde liegende Untersuchung führte das Öko-Institut durch.


Möbel, Wohnaccessoires, Heimtextilien

Gesund Wohnen ist die Basis für gesundes Leben, ob in der Familie oder als Single. Eine Voraussetzung: keine Schadstoffemissionen, gesundheitliche Unbedenklichkeit. Wenn dann auch noch Herkunft, Art und Lebensweg von Möbeln und Accessoires stimmen, macht auch das keine Kopfschmerzen. Meistens empfiehlt es sich, Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen in die engere Wahl zu ziehen. Einige Gütesiegel erleichtern Verbrauchern die Entscheidung.

Der „Blaue Engel“ des Umweltbundesamtes (s. auch oben) kennzeichnet Produkte, die sich in ausgewählten Eigenschaften ökologisch gegenüber ihren Mitbewerbern deutlich hervorheben. Hierzu zählen auch Wohnmöbel und Matratzen.

Das „FSC“-Zeichen des Forest Stewardship Council (s. auch oben) kennzeichnet Holz- und Holzprodukte aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Grundlage ist die Einhaltung von zehn Prinzipien, die u.a. Umweltaspekte, Rechte von Ureinwohnern sowie Maßnahmen zum Erhalt der Urwälder berücksichtigen. Massivholz muss mindestens 70%, andere Produkte mindestens 30% zertifiziertes Holz enthalten.

Teppiche aus fairem Handel sind am „Rugmark“- bzw. GoodWeave-Zeichen zu erkennen. Dies sind Label für handgeknüpfte Teppiche, die unter sozial gerechten Bedingungen, bei überdurchschnittlichen Löhnen und ohne Kinderarbeit hergestellt werden. Auch Sozialprogramme, z.B. für ehemalige Kinderarbeiter und deren Ausbildung, werden finanziert.

Das Öko-Control-Zeichen wird für umwelt- und gesundheitsverträgliche Möbel und Matratzen vergeben. Diese müssen hohe Anforderungen an Schadstofffreiheit, Materialbeschaffenheit, Herkunft, Herstellung und Recycelfähigkeit erfüllen. Das „Goldene M“ der DGM kennzeichnet auf Schadstofffreiheit geprüfte Möbel. Geprüfte Möbel dürfen keine krankmachenden Inhaltsstoffe, etwa Biozide oder Azofarbstoffe enthalten. Die Herkunft der Rohstoffe spielt keine Rolle.

ökocontrol      dgm goldenes m


Forschung und Kommunikation für Konsum, Umwelt & Soziales (Fo.KUS) e.V.