Fo.KUS Konsum, Umwelt & Soziales

 

Label: Fairer Handel

Kaffee, Fußbälle, Orangensaft, Tee, Baumwoll-T-Shirts, Rotwein und Schokolade (wie auch viele andere Konsumgüter) haben eines gemeinsam - sie sind in einer besonderen Qualität zu beziehen: nämlich ohne den Makel der Ausbeutung und Entwürdigung, der vielen konventionellen Produkten anhaftet, die ohne besondere Rücksicht auf Mensch und Natur unter scharfem Wettbewerb am Weltmarkt entstanden sind. „Fairer Handel“ steht für das Prinzip, einen gerechten Gegenwert zu zahlen für die Werte, die wir aus den Ländern des Südens beziehen. Zunehmend erfüllen diese Produkte auch hohe ökologische Anforderungen.


Transfair-Siegel, WFTO, Weltläden

Das international verbreitete und sehr anerkannte Soziallabel Transfair (FLO-Cert) kennzeichnet zahlreiche Produkte diverser Produktgruppen, vom Kaffee bis hin zu Bananen oder Tee. Transfair-Produkte stehen für Förderung, Existenzsicherung und gerechte Erlöse für Kleinbauern und Arbeiter in den Erzeugerländern, für das Verbot von Kinderarbeit sowie die Einhaltung der international geltenden Arbeitsschutzregeln. Dies schließt auch "Fair Flowers" aus umweltgerechter und menschenwürdiger Produktion, basierend auf sozialen und ökologischen Kriterien, ein.

Der unabhängige Weltladen-Dachverband anerkennt als entwicklungsfördernd angesehene Sortimente von Direktimporteuren (wie Contigo, El Puente, etc.) nach eigenen, anspruchsvollen Kriterien. 

Die World Fair Trade Organization (WFTO) ist ein globales Netzwerk von Organisationen des Fairen Handels aus über 70 Ländern - in Deutschland ist El Puente Mitglied. Die Mitglieder sind Produzenten,-Kooperativen und -Vereinigungen, Export-Gesellschaften, Importeure, Einzelhändler, nationale und regionale Fair-Trade-Netzwerke und Finanzinstitutionen, die der Fair-Trade-Bewegung angehören. Die WFTO repräsentiert demnach die gesamte Handelskette, vom Produkt bis hin zum Verkauf.



transfair                ato-tüv


Rainforest Alliance, Hand in Hand, Lebensbaum

Die Rainforest-Alliance-Zertifizierung gibt es für Kaffee, Kakao, Bananen, Zitrusfrüchte, Blumen und Grünpflanzen. Die Bezeichnung „Rainforest Alliance Certified and Sustainable“ findet sich auf einer Reihe von Produkten im Lebensmittelhandel und der Gastronomie. Das Gütesiegel zeigt einen grünen Frosch. Große Unternehmen mit von der Rainforest Alliance zertifizierten Produkten sind Tchibo, Chiquita, Kraft Foods, Nestlé und McDonald’s. Der Rainforest Alliance wird vorgeworfen, nicht ausreichend strenge Standards zu besitzen. Eine Unternehmensinitiative der Fa. Rapunzel bewirbt nach bestimmten sozialen und ökologischen Kriterien hergestellte Produkte aus dem Süden mit dem firmeneigenen Label "Hand-in-Hand", eine andere Unternehmensinitiative mit eigenen Sozialkriterien repräsentiert die Firma Lebensbaum.

rainforest alliance        rapunzel   


Teppiche ohne Ausbeutung von Kindern

GoodWeave - vormals: Rugmark - ist ein etabliertes und anerkanntes Label für handgeknüpfte Teppiche, die unter sozial gerechten Bedingungen, bei überdurchschnittlichen Löhnen und ohne Kinderarbeit hergestellt werden. Auch Sozialprogramme, z.B. für ehemalige Kinderarbeiter und deren Ausbildung, werden finanziert. Neben der Abschaffung ausbeuterischer Kinderarbeit berücksichtigt der GoodWeave-Standard auch soziale und ökologische Kriterien bei der Zertifizierung von Teppichen.

Die Initiative CARE & FAIR wurde von Teppichimporteuren gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht, die Auswüchse illegaler Kinderarbeit in den Teppichknüp?ändern Indien, Nepal und Pakistan zu bekämpfen und zugleich die Situation der Teppichknüpfer und ihrer Familien insgesamt in diesen Knüpfregionen zu verbessern.

goodweave           care fair
Forschung und Kommunikation für Konsum, Umwelt & Soziales (Fo.KUS) e.V.